Aktuelles


„Erben ist keine Leistung“ – Steilvorlage für die Neidgenossen

Veröffentlicht am Sonntag, 14. Oktober 2018

Wenn großbürgerliche Spitzenverdiener wie Bankmanager Andreas Treichl (Erste Group Bank AG) nach Lob und Anerkennung durch die linke Neidgenossenschaft dürsten, tätigen sie Aussagen wie diese: „Ich bin ein Vertreter der Leistungsgesellschaft und erben ist keine Leistung.“ Zum Gaudium der Minderleister, Versager und Sozialisten in allen Parteien setzt er noch eins drauf, indem er sagt, dass „Kinder von sehr reichen Menschen dann auch arbeiten müssen.“ Jakob Zirm von der Wirtschaftsredaktion der ehemals bürgerlichen „Presse“, begegnet dieser „liberalen Idee“ Treichls mit großem Wohlwollen.

Außer Acht lassend, dass es sich bei jedem ohne Zustimmung des Betreffenden geforderten Tribut im Prinzip um Raub handelt, denn kaum jemand zahlt freiwillig Steuern, und die, die das behaupten, leben in den meisten Fällen sogar von Steuern, kann man zweifellos sinnvoll darüber debattieren, ob der Schwerpunkt der Besteuerung eher auf Bestandsgrößen (Vermögen) oder Flussgrößen (Einkommen und Konsum) liegen sollte. … Weiterlesen »


Buchbesprechung: Kulturkampf im Klassenzimmer

Veröffentlicht am Sonntag, 14. Oktober 2018

Dass die an einer öffentlichen Schule im tiefroten Wien tätige Lehrerin, überzeugte Sozialdemokratin und Gewerkschafterin es wagt, ein derart heißes Eisen anzufassen, ist mehr als anerkennenswert. Jahrzehntelang an einer „Brennpunktschule“ in einem Bezirk mit hohem Anteil muslimischer Migranten tätig, hat Susanne Wiesinger es fast ausschließlich mit Schülern ohne muttersprachliche Deutschkenntnisse zu tun. Schonungslos beschreibt sie die tristen Bedingungen, mit denen Lehrkräfte und in der Minderheit befindliche autochthone Schüler, an solchen Bildungseinrichtungen fertig werden müssen.

Ausgangspunkt der Schilderung, bilden die Erfahrungen Frau Wiesingers im Gefolge des mörderischen Anschlags muslimischer Gewalttäter auf die Redaktion des Pariser Magazins Charlie Hebdo im Jänner 2015. Ein Gutteil ihrer Schüler äußerte daraufhin Verständnis für die Täter, zeigte umgekehrt aber keinerlei Mitleid mit den vielen Opfern. Wer den Propheten beleidigt, so der Tenor der Schülerreaktionen, hat eben den Tod verdient. Seither ist ihr die Vermittlung westlicher Werte an … Weiterlesen »


Die Gefährlichkeit politischer Religionen – Und die Torheit der politischen Eliten

Veröffentlicht am Sonntag, 30. September 2018

Im Jahr 1923, nach dem missglückten „Marsch auf die Feldherrnhalle“, verfasste Adolf Hitler seine programmatische Schrift „Mein Kampf“. Genau zehn Jahre später kamen die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht. Nicht mittels eines Staatsstreiches. Nein, auf lupenrein demokratische und verfassungskonforme Art. Daraus, dass sie sich demokratischer Mittel bedienten, um die Demokratie nach ihrem Triumph zu beseitigen, machten die nationalen Sozialisten übrigens nie ein Hehl. In der zitierten Schrift aus der Feder des späteren „Führers“, Adolf Hitler, ist die Ausrichtung seiner Bewegung – die Ablehnung jeglichen politisch-weltanschaulichen Pluralismus‘ und die Gegnerschaft zum „liberalen Rechtsstaat“ – unverhüllt dargestellt. Jeder der wollte, konnte sich anhand der Lektüre dieses Buches, von dem bis 1944 die beachtliche Zahl von knapp elf Millionen Exemplaren gedruckt wurde, ein Bild von den Ereignissen machen, die im Fall einer nationalsozialistischen Machtergreifung dräuen würden.

Das ist indes leider nicht geschehen. Entweder, … Weiterlesen »


„Soziale Gerechtigkeit“ – Eine sozialistische Utopie

Veröffentlicht am Sonntag, 23. September 2018

Im Ringen um die Nachfolge der Führerin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, tritt unter anderem auch deren „Sozialsprecherin“, Birgit Hebein, als Bewerberin in den Ring. Dass diese Frau sich niemals in ihrem Leben wertschöpfend betätigt hat, versteht sich von selbst. Immerhin trifft das ja auch auf so gut wie alle anderen Berufspolitiker zu, jedenfalls auf die in den Linksparteien.

Nach ihren vorrangigen politischen Zielen befragt, sieht die gelernte Sozialarbeiterin den Kampf gegen den in Österreich tobenden „Turbokapitalismus“ (!) als eine ihrer Hauptaufgaben. Es müsse endlich mehr linke Politik gemacht und mehr „soziale Gerechtigkeit“ hergestellt werden. Bei einem Grenzsteuersatz von 55%, einer Staatsquote, die nahe bei 50% liegt und angesichts einer Gesamtabgabenbelastung, die jeden „Besserverdiener“ um 2/3 seines Einkommens bringt, von „Turbokapitalismus“ zu phantasieren, führt unausweichlich zur Frage, welchen Planeten jener Mond wohl umkreisen mag, auf dem Frau Hebein lebt.

Denn nie zuvor … Weiterlesen »


Vollautomatische Waffen für die Polizei?

Veröffentlicht am Sonntag, 23. September 2018

Aktuellen Meldungen ist zu entnehmen, dass die Sicherheitslage in Deutschland und Österreich immer besser wird. Wer daran nicht glauben will, ist ein rechtsradikaler Paranoiker.

Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung, besteht keinerlei Grund zur Sorge. Damit das auch so bleibt, schicken sich die um grundlos verängstigte Bürger besorgten Obertanen soeben an, die Polizei aufzurüsten. Das hat weder mit wachsenden Bedrohungen oder steigender Kriminalität, noch mit den herbeiphantasierten Gefahren der Islamisierung zu tun, sondern ist als vorsorgliche Maßnahme zu verstehen. Man weiß ja schließlich nie und niemand denkt, plant und handelt so langfristorientiert, wie demokratisch gewählte Regime.

Vollautomatische Militärwaffen sollen für die Polizei in Hessen und für die österreichische Polizei angeschafft werden. Mehr Feuerkraft schafft größere Sicherheit, so das Kalkül der beamteten Experten. Gehören aber vollautomatische Kriegswaffen tatsächlich in die Hände von Polizisten?

Wer, etwa während der Militärdienstzeit, die Gelegenheit hatte, mit vollautomatischen Waffen zu schießen, … Weiterlesen »


Tagung der Property and Freedom Society 2018

Veröffentlicht am Sonntag, 23. September 2018

Vom 13. bis 18. September lud der Gründer und Spiritus rector der PFS, Hans-Hermann Hoppe, zur nunmehr 13. Konferenz nach Bodrum. Rund 80 Teilnehmer aus verschiedenen Nationen fanden sich ein. Zwei der Schwerpunkte der Tagung lagen auf heterodoxen und revisionistischen Geschichtsbetrachtungen und auf Bedeutung und Interaktion der Religion mit politischen Systemen und dem Staat.

Neben regelmäßig in Bodrum Vortragenden, wie dem Hausherrn selbst, dem englischen Historiker Sean Gabb, dem englischen Psychiater und Autor Anthony Daniels, dem britischen Historiker Norman Stone und dem US-amerikanischen Juristen Stephan Kinsella, traten diesmal auch bisher nicht bei der PFS gesehene Redner ans Podium, wie der „österreichische“ Ökonom Pascal Salin aus Frankreich und US-Erfolgsautor Michael Malice.

Aufgrund der Terminkollision mit einer Veranstaltung des deutschen Mises-Instituts in München, konnten „Fixstarter“ wie Thorsten Polleit und Guido Hülsmann diesmal leider nicht dabei sein.

Sean Gabb widmete sich in seinem Referat der Betrachtung … Weiterlesen »


TARGET2-Salden – Gefahr für die Kreditoren in der Eurozone

Veröffentlicht am Donnerstag, 6. September 2018

Während sich der in Wirtschaftsfragen grob unterernährte Otto Normalverbraucher unter dem Begriff TARGET-2 kaum etwas vorstellen kann, herrscht unter den Fachleuten Uneinigkeit, worum es sich dabei in Wahrheit handelt. Um Wesen und Bedeutung dieses seit dem Jahr 2007 bestehenden Clearingsystems der Eurozone, streiten die Experten seit Jahren. Die Befürworter der fortschreitenden Eurozentralisierung, sehen keinerlei damit verbundenen Probleme und erklären kurzerhand jeden Kritiker zum Europafeind, wie es etwa EZB-Präsident Mario Draghi auf einer im Juli abgehaltenen Pressekonferenz getan hat. Doch es sind durchaus namhafte Fachleute, wie der ehemalige Chef des Münchner IFO-Instituts, Hans-Werner Sinn (der bereits vor einigen Jahren in seinem Buch „Die Target-Falle“ die Problematik gründlich untersucht hat), die vor der eminenten Gefahr für die Kreditoren warnen, die von TARGET-2 ausgeht. Welche der beiden Seiten hat recht?

Das Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System wurde als Zahlungsausgleichsystem innerhalb der … Weiterlesen »


Leseprobe aus dem ersten Kapitel des Buches „Schluss mit lustig / Wie die Babyboomer die Zukunft der Jungen ruinieren“

Veröffentlicht am Donnerstag, 6. September 2018

Der Wohlfahrtsstaat

„Wie überfürsorgliche Eltern schaden uns diejenigen, die uns zu helfen versuchen, am meisten.“ Nassim Taleb

Rational handelnde, verantwortungsvolle Eltern setzen alles daran, ihre Kinder so gut wie möglich vor allen ihnen drohenden Gefahren zu beschützen. Sind die Kinder noch klein und zum Gebrauch des eigenen Verstandes und zu eigener Einsicht noch nicht fähig, geht es auch gar nicht anders. In Momenten der Gefahr sind weitschweifige Erklärungen unangebracht. In solchen Situationen muss schnell und entschlossen gehandelt werden – bei Bedarf auch unter Einsatz brachialer Mittel. Einem Zweijährigen, der sich soeben anschickt, unbekümmert und ohne auf den Verkehr zu achten, auf die Fahrbahn einer stark befahrenen Straße zu laufen, hilft die wachsame Mutter nicht durch liebevolles Zureden, sondern indem sie ihn sich greift und notfalls gewaltsam zurückhält.

Allerdings sind gute Eltern bemüht, ihre Kinder auf die auf sie lauernden Fährnisse so gut wie … Weiterlesen »


Echten Föderalismus braucht das Land! – Steuerwettbewerb ist der Schlüssel

Veröffentlicht am Freitag, 31. August 2018

In einem kürzlich veröffentlichten Papier der Denkfabrik „Agenda Austria“ wird auf den Umstand hingewiesen, dass der Föderalismus Österreichs in steuerlicher Hinsicht absolut unterentwickelt ist. Ganze 2,7 Prozent der von den Bundesländern verbratenen Steuergelder werden von diesen selbst erhoben. Der Löwenanteil kommt aus dem Finanzausgleich, der die Mittelverteilung unter den Gebietskörperschaften regelt, und wird vom Bund eingetrieben. Bei den Gemeinden sieht es noch trister aus. Dass die Länder, die weniger als drei Prozent Anteil an den Steuereinnahmen erheben, für 17 Prozent der Staatsausgaben verantwortlich sind, ist für die Agenda Austria ein offener Anreiz zur Geldverschwendung. Genauso ist es. Die Landehauptleute dürfen nach Lust und Laune Personal anheuern (etwa Lehrer), für deren Gehälter dann der Bund aufzukommen hat. Das ist Irrsinn. Wer zahlt, soll anschaffen. Dafür soll er sich allerdings auch um die Mittel für seine Anschaffungen kümmern, sonst wird’s unnötig teuer. … Weiterlesen »


Griechenland ist gerettet! – Und Schweine können fliegen…

Veröffentlicht am Mittwoch, 22. August 2018

Oft kommt es ja nicht vor, dass ein Kommunist recht hat, aber in diesem Falls trifft es zu: „Griechenland steht am selben Punkt, im selben schwarzen Loch und es versinkt täglich tiefer darin.“ So Yanis Varoufakis, Ökonom und ehemaliger Finanzminister der ultralinken Syriza-Regierung.

Seit acht Jahren liegt der marode Balkanstaat den europäischen Unionsstaaten auf der Tasche. Rund 289 Mrd. Euro sind seit 2010 ins Land der Phäaken überwiesen worden. Mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass die Staatsverschuldung damit weiter nach oben getrieben wurde. Die hat mittlerweile die einsame Rekordmarke von 180 Prozent des BIP erreicht. Man muss wirklich kein Finanzwirtschaftsexperte sein, um zu erkennen, dass es völlig unmöglich ist, einen derart gewaltigen Berg von Verbindlichkeiten jemals wieder loszuwerden – ohne die Gläubiger zu enteignen. Nicht umsonst sieht der Vertrag von Maastricht eine Obergrenze der Staatsschulden in einer Höhe von 60 Prozent … Weiterlesen »